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Gedankenspiele für künftige Landkreis-LAG

22.07.2014

Für die neue Leader-Förderperiode stellt sich der Landkreis neu auf. Nach dem Motto "Aus zwei mach eins" werden die beiden Lokalen Aktionsgruppen (LAG) zusammengefasst. Bei der jüngsten Verbandsversammlung des Oberpfälzer Seenlandes stellte Regionalmanagerin Tina Breitenbach die bisherigen Schritte auf dem Weg zur neuen "lokalen Entwicklungsstrategie" vor.

Bisher zählte der Landkreis Schwandorf zu den wenigen Regionen mit zwei Lokalen Aktionsgruppen - der Netzwerkregion Oberpfälzer Seenland und dem Brückenland Bayern-Böhmen. Die neue Förderkulisse im Leader-Programm ab 2015 sieht für das ganze Kreisgebiet nur noch eine LAG vor. Erste Weichen dazu sind bei zwei Regionalkonferenzen in Schönsee und Schwandorf gestellt worden.

Außerdem wurden Ideen und Projektvorschläge bei mehreren Expertengesprächen zusammengetragen. Daran nahmen Vertreter von Tourismus und Gartenbau, das Bündnis für Familien und die Lernende Region teil. Mit Projektvorschlägen brachten sich Gemeinden, Museen und Kulturschaffende ein. Weitere Impulse lieferte der Austausch mit benachbarten LAGs.

Breitenbach ging detailliert auf die Ergebnisse aus den Regionalkonferenzen ein. In den Themenbereichen Demografie, Soziales, Kultur, Bildung, Wirtschaft, Tourismus, Verkehr (insbesondere Öffentlicher Personennahverkehr), Natur und Umwelt, Land- und Forstwirtschaft sowie Energie wurden zunächst Stärken und Schwächen zusammengetragen. Die Teilnehmer formulierten die angestrebten Ziele und leiteten daraus konkrete Projekte ab.

Die Regionalmanagerin nutzte die Gelegenheit zu einem Appell an alle Interessierten, sich am Entwicklungsprozess zu beteiligen: "Wir können nur so gut sein wie die Summe aller unserer Gedanken." Wer eigene Vorschläge einbringen möchte, soll sich bei der Abteilung Regionalmanagement am Landratsamt, Telefon 09431/471482, melden.

 

Nächster Schritt ist die Gründung eines neuen Regionalentwicklungsvereins. Diese findet am Mittwoch, 30. Juli, um 18 Uhr im Landratsamt Schwandorf statt. Dieser Termin steht für alle Interessenten offen: "Wir möchten alle Kräfte bündeln und mobilisieren", erklärte Tina Breitenbach gegenüber dem Neuen Tag.

 

Bis zum Herbst soll die neue lokale Entwicklungsstrategie fertigstellt sein, sie wird dann beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten eingereicht. Über die Bewerbung entscheidet das zuständige Staatsministerium, mit der Anerkennung werde zum Jahresbeginn 2015 gerechnet. "Wir befinden uns auf einem guten Weg", urteilte Landrat Thomas Ebeling, auch wenn noch einiges an Arbeit zu leisten sein werde.